Ticketstatus und Workflow definieren

Administrationsrechte nötig8 Min.Zuletzt aktualisiert: 17.08.2026

Der Ticketstatus zeigt, wie weit ein Ticket ist. Er löst außerdem den Abschluss aus. Hier legen Sie fest, welche Status es gibt und welcher Status von welchem aus erreichbar ist. Das entscheidet, was die Benutzer im Statusmenü eines Tickets auswählen können.

  1. Wählen Sie in der Administration in der Navigationsspalte „CRM" und öffnen Sie in der Sektionsliste „Ticketstatus". Der Inhaltsbereich zeigt die Liste unter der Überschrift „CRM / Ticketstatus".

    Die Kennzeichen stehen als Haken in eigenen Spalten. 1 „Neu" ist der Startstatus, 2 „Abgeschlossen" schließt das Ticket ab, 3 „Administrativ" verlangt zusätzlich eine Berechtigung. Die Tabelle ist breiter als der Bereich. „Sichtbarkeit" und „Aktiv" erreichen Sie durch seitliches Rollen.
  2. Klicken Sie in der Werkzeugleiste über der Liste auf „Hinzufügen". Am Ende der Liste erscheint eine leere Zeile.

  3. Füllen Sie die Zellen der neuen Zeile per Doppelklick. Die Bezeichnung ist Pflicht, die Sichtbarkeit auch.

  4. Legen Sie fest, ob der Status besondere Aufgaben übernimmt. „Bei Ticket Erstellung" kennzeichnet den Startstatus, „Schließt Ticket ab" den Abschluss.

  5. Klicken Sie auf „Speichern". Neue und geänderte Zeilen gehen gemeinsam an den Server. „Abbrechen" verwirft sie.

Die Spalten im Einzelnen

FeldBedeutung
Bezeichnung*Name des Status. Er erscheint im Statusmenü am Ticket, in der Ticketliste und in der Notiz, die jeder Statuswechsel automatisch schreibt.
Bei Ticket ErstellungKennzeichnet den Startstatus. Ein Ticket, das ohne ausdrücklichen Status angelegt wird, bekommt ihn. Das gilt auch für Tickets, die aus einem Vertrag entstehen.
Schließt Ticket abDer Wechsel in diesen Status schließt das Ticket ab und stößt alles an, was daran hängt. Was genau passiert, steht weiter unten.
Berechtigung erforderlichSteht ein Ticket in diesem Status, braucht der Benutzer ein zusätzliches Recht. Seine Benutzergruppe muss für genau diesen Status das Recht „Schreiben" haben. Sonst lehnt der Server mit „Sie dürfen keine Tickets mit diesem Status bearbeiten." ab. Benutzer mit allen Rechten sind ausgenommen.
Auto. Beenden (Tage)Zahlenfeld. Der Wert wird gespeichert und über die Schnittstelle mitgeliefert. Ausgewertet wird er im aktuellen Stand aber nirgends. Ein Ticket wird dadurch also nicht automatisch beendet.
SortierungZahl für die Reihenfolge der Status untereinander.
Sichtbarkeit*Auswahlfeld mit „Alle", „Intern" und „Extern". Der Wert wird gespeichert, steuert aber nicht, wer ein Ticket sieht. Dafür ist das Feld „Sichtbarkeit" am Ticket selbst da.
AktivNur aktive Status können die Benutzer auswählen. Den Wechsel auf einen inaktiven Status weist der Server mit „Dieser Ticketstatus ist inaktiv." ab.

* Pflichtfeld

Was ein Abschlussstatus auslöst

Das Kennzeichen „Schließt Ticket ab" ist die folgenreichste Einstellung dieser Sektion. Der Wechsel in einen so gekennzeichneten Status schließt den ganzen Vorgang ab.

FeldBedeutung
AbschlusszeitpunktDas Ticket bekommt den Zeitpunkt des Wechsels als Abschlussdatum. Ab da gilt es als abgeschlossen.
TermineVor den Titel aller Termine des Tickets kommt der Zusatz „[ABGESCHLOSSEN]". Der Eintrag „Nächster Termin" am Ticket wird geleert.
AbrechnungDie Abrechnung zum Ticketabschluss läuft an. Die erfassten Leistungen wandern in die Abrechnungsvorbereitung.
BenachrichtigungenDie Abschlussmail geht heraus, die Beteiligten werden benachrichtigt und zum Ticket wird ein Feedback angelegt. Gehört das Ticket zu einem Projekt und ist es dort das letzte offene Ticket, geht zusätzlich eine Mail zum Projekt heraus.
Offene AufgabenEnthält das Ticket noch offene Aufgaben, fragt der Client beim Abschluss, ob sie automatisch mit erledigt werden sollen. Das steuert die Einstellung „Ticketabschluss mit offenen Aufgaben" unter „Konfiguration" und „Service". Ist sie ausgeschaltet, verweigert der Server den Wechsel mit „Dieses Ticket kann nicht abgeschlossen werden. Es enthält noch offene Aufgaben."
WiedereröffnenWechselt ein abgeschlossenes Ticket zurück in einen Status ohne dieses Kennzeichen, wird das Abschlussdatum entfernt. Die Fälligkeit setzt der Server auf heute plus sieben Tage.

Erlaubte Folgestatus festlegen

Der Workflow bestimmt, welche Status von einem Status aus erreichbar sind. Sie pflegen ihn je Status. Dazu öffnen Sie einen Status und legen fest, wohin es von dort aus weitergehen darf.

  1. Klicken Sie in der Liste die Zeile des Status an, sodass sie markiert ist. Erst dann wird der Knopf „Workflow" in der Werkzeugleiste bedienbar.

    Ohne Markierung bleiben „Löschen" und „Workflow" ausgegraut. 1 markierte Zeile, 2 der jetzt bedienbare Knopf „Workflow".
  2. Klicken Sie auf „Workflow". Der Dialog öffnet sich mit dem Namen des Status im Titel. Er zeigt zwei Spalten: links „Verfügbarer Workflow", rechts „Aktiver Workflow".

    Der Titel nennt den Status, dessen Folgestatus Sie gerade pflegen. 1 „Verfügbarer Workflow" mit den Status, die von hier aus nicht erreichbar sind. 2 „Aktiver Workflow" mit den erlaubten Folgestatus in der Reihenfolge des Statusmenüs. 3 Der Pfeil auf der Karte als Alternative zum Ziehen.
  3. Ziehen Sie die Status, die von hier aus erreichbar sein sollen, aus der linken in die rechte Spalte. Sie können stattdessen auch auf den Pfeil auf der Karte klicken. Er verschiebt den Eintrag in die jeweils andere Spalte.

  4. Die Reihenfolge in der rechten Spalte bestimmt die Reihenfolge im Statusmenü. Legen Sie eine Karte innerhalb der rechten Spalte erneut ab, rückt sie ans Ende.

  5. Klicken Sie auf „OK". Die Meldung „Workflow wurde erfolgreich gespeichert!" bestätigt die Übernahme.

So wirkt sich der Workflow beim Benutzer aus: 1 der aktuelle Status als Schaltfläche, 2 das Menü mit genau den Folgestatus aus dem Workflow dieses Status. Der aktuelle Status steht ausgegraut ganz oben und lässt sich nicht erneut wählen.
Ein Benutzer meldet, dass ein Status im Menü fehlt. Woran liegt das?
Angeboten werden nur Status, die im Workflow des aktuellen Status hinterlegt und aktiv sind. Prüfen Sie deshalb den Workflow des Status, in dem das Ticket gerade steht. Der Workflow des Zielstatus spielt dabei keine Rolle.
Warum kann ein Benutzer ein Ticket nicht weiterbewegen, obwohl der Folgestatus da ist?
Vermutlich trägt der aktuelle Status das Kennzeichen „Berechtigung erforderlich". Dann braucht der Benutzer in seiner Benutzergruppe auf der Registerkarte „Ticketstati" für diesen Status das Recht „Schreiben".
Muss ich für jeden neuen Status einen Workflow pflegen?
Ja, in beide Richtungen. Ein neuer Status ist zunächst von nirgendwo aus erreichbar und führt selbst nirgendwohin. Tragen Sie ihn in den Workflows der Vorgängerstatus ein und pflegen Sie danach seinen eigenen Workflow.
Wir brauchen zwei Abschlussstatus, etwa „Erledigt" und „Abgelehnt". Geht das?
Sie können das Kennzeichen technisch mehrfach setzen. An mehreren Stellen sucht der Server aber nur einen einzigen Abschlussstatus und nimmt den ersten Treffer. Verlässlich ist deshalb genau ein Status mit dem Kennzeichen. Abstufungen bilden Sie besser über die Ticketkategorie ab.

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